Die Prüfungszeit, sie kommt!

Geschrieben von Oliver Lake | Eingeordnet in: Studium

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In großen Schritten geht es auf die Zeit im Semester zu, die mir regelmäßig die größten Sorgen bereitet. Die Prüfungszeit. Eine Zeit, die erfunden wurde, um uns arme Studenten zu quälen.

Vorlesungszeit

Nicht nur das. Ich bekomme das Gefühl, dass die Professoren und Dozenten den gemeinen Studenten nicht so sehr auf die Prüfungen vorbereitet haben, wie sie sollten. Es fällt schwer, die Vorlesungen alle im Langzeitgedächtnis zu speichern, wenn Erklärungen und Assoziationen hinten und vorne fehlen. Die fehlenden Erklärungen sind aber bei weitem nicht das Schlimmste. Das sind Vorlesungen, die von PowerPoint-Folien und Skripten begleitet werden, die Begriffe nutzen, die in der Bibliothek und im Internet nicht annähernd den selben Hintergrund haben, wie es der Professor in der Vorlesung verständlich zu machen versuchte.

Nichtsdestotrotz ist die Zeit, in denen Vorlesungen stattfinden die Zeit, die es mir als Studenten mein Leben schöner machen. Ich bin frei und habe trotz der Vorlesungen, dem Lernen und Projektarbeiten »viel« Zeit für mich, meine Mitbewohner und meine Hobbys.

Die Prüfungszeit schleicht sich an

Dann nähert sich die Prüfungszeit in kleinen Schritten dem wissenden Studenten. Sie ist noch weit weg, die erste Prüfung auch und das Gefühl, den Stoff aus den Vorlesungen zu beherrschen ist ungebrochen. Nur dem ist nicht so. Die Zeit vergeht im Flug, die erste Prüfung ist unsagbar nah und je länger ich mich mit dem Stoff aus den Vorlesungen befasse, desto undurchsichtiger wird er. Es wird schwer zu verstehen und zu begreifen, was vorher so klar war. Ein Sonderfall hier, ein Sonderfall da. Hier ein anderer Lösungsweg, da eine Feinheit, die beachtet werden muss. Aufwendig. Schwer zu lernen.

Wenn ich dann das Glück habe, in einer Wiederholungsprüfung zu sitzen macht es mir das noch viel schwerer. Ich denke im Hinterkopf grundsätzlich an den zweiten Versuch und wie ich im letzten Semester mit der Klausur gekämpft habe. Das ist kein schönes Gefühl, vor allem weil man die Klausur mitschreiben muss. Man wird ja zwangsangemeldet, ähnlich der GEZ.

Und plötzlich ist sie da. Ich weiß genau, es sind nur noch 6 Tage bis zur ersten Klausur und der Wille zu lernen verlässt mich. Das ist ärgerlich und darf nicht passieren. Was mache ich dann? Ich gehe raus. Für eine Stunde oder Zwei, hinaus in die Kälte. Das tut mir gut und macht mich wieder wach. Nur darf ich die Gedanken nicht wandern lassen, dann holen mich die Klausuren wieder ein und das ganze Gewandere war für die Katz.

Die Prüfungszeit

Dann ist es so weit, es ist der 04.01.2011 und dazu noch 08:15 Uhr in der Früh. Meine erste Prüfung steht an und ich hoffe, dass alles so klappt, wie in den Übungen zuvor.

...to be continued after exams

Stichwörter: Distraction FreeStudiumRuheUnruhe

Geboren 1986, mit Bravur die ersten Schuljahre absolviert, die Darauffolgenden weniger bravourös. Ausbildung zum Informatik-Kaufmann wiederum bestanden, Frau fürs Leben gefunden und ein Studium begonnen.

 

Ende offen, aber zufrieden, so viel steht fest.

Vermerke

Am 29 Dezember 2010 sagte Thomas:

#1

Ach, da musst du durch. Wird wohl halb so wild.

Am 29 Dezember 2010 sagte Oliver Lake:

#2

@Thomas:
Ich hoffe, du hast recht. Bammel habe ich schon.

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Welches ist der fünfte Buchstabe des Wortes   5a8Sv9ww? :